Denkmalinventarisation Uri

Seit 1927 werden in der Schweiz systematisch Baudenkmäler in einer Lexikonreihe erfasst – initiiert von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte in Bern und den jeweiligen Kantonen. Uri wird in fünf Bänden dokumentiert: Seegemeinden (1986) und Altdorf (2 Bde, 2001/2004) sowie Oberes Reusstal und Ursern (2008) – inventarisiert von Helmi Gasser und Thomas Brunner.

Derzeit entsteht der letzte Urner Band über das Schächental und die Reussebene mit den Gemeinden Bürglen, Spiringen und Unterschächen, Schattdorf, Attinghausen und Erstfeld.

Mit Bürglen wird eine Urner Urpfarrei behandelt, die zugleich als Heimatort des legendären Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell gilt. Das Gebiet umfasst mehrere herausragende Wallfahrtskapellen des 16. und 17. Jahrhunderts sowie eine Reihe barocker Pfarrkirchen mit umfangreichem Kirchenschatz. Die Profanbauten – zumeist Bauernhäuser – lassen sich in ihrer Bausubstanz bis ins frühe 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Mit dem in Erstfeld angesiedelten Knotenpunkt der Gotthardbahn kommen außerdem einige Verkehrsdenkmäler hinzu.
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Marion Sauter, Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Schächental und unteres Reusstal (Bd. III). Bern 2017, Hardcover, 496 Seiten, ca. 480 (Farb-) Abbildungen und Zeichnungen

Marion Sauter, Die Hoheitszeichen des Kantons Uri (Anhang an Bd. III des Kunstdenkmälerinventars). Bern 2017, Hardcover, ca. 40 Seiten, ca. 60 (Farb-) Abbildungen

Interview «…1,5 Milionen Zeichen»
Urner Wochenblatt 4.3.2015