Einführung in die Architektur- und Stadtbaugeschichte

Die Grundlagenvorlesung an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur gibt einen ersten Einblick in die Architektur- und Stadtbaugeschichte. Behandelt werden alle wesentlichen europäischen Stilepochen, von der Romanik bis zur Gegenwart.

Ziel ist, die Architektur im Kontext zu betrachten, parallel die wichtigsten Etappen der Stadtentwicklung und der (Kirchen-) Geschichte aufzuzeigen sowie die Abhängigkeit der Architektur von gesellschaftlichem, technischem und wirtschaftlichem Wandel zu verdeutlichen.

Entsprechend den Modulschwerpunkten werden die historischen Bauten von den derzeit ca. 170 Studierenden zeichnerisch, fotografisch und in Texten erfasst. Die Vorlesung umfasst je eine Semesterwochenstunde im 1. und 2. Semester. Den Studierenden steht ein umfangreiches Skript zur Verfügung.

Außerdem: Durchführung von Studienreisen, Betreuung von Studienarbeiten sowie Textredaktion und Lektorat des Jahrbuchs der Architekturabteilung.

Einführung in die Bauaufnahme

Bauaufnahmen gehören zum Rüstzeug eines jeden Architekten, der im Bestand tätig sein möchte. In der Einführungsveranstaltung im Diplomstudiengang Architektur an der Fachhochschule für Technik Stuttgart in den Jahren 2003/04 wurde die klassische «händische» Orthogonalaufnahme vorgestellt – eine Vorgehensweise, die auch die präzise Wahrnehmung historischer Bauwerke trainiert. Die in studentischen Teams durchgeführten Bauaufnahmen wurden mit Bleistift auf Karton konstruiert.

2004 wurden die Bauaufnahmen in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart durchgeführt – aufgenommen wurde die Abteikirche St. Pierre et St. Paul in Neuwiller Lès Saverne. Die Pläne wurden im Rahmen des Forschungsprojekts zur romanischen Architektur im Elsass publiziert.
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Marion Sauter und Marion Boschka, St. Pierre et St. Paul / Neuwiller-Lès-Saverne. Ergebnisse der Bauaufnahme-Kampagnen 2004. Stuttgart 2004
Klaus Beuckers (Hg.), Das Rituale des frühen 13. Jahrhunderts aus der Abtei Neuweiler. Köln 2010 (Abb. 14, 26 und 27)